NZ I: Der Zusammenbruch der Zivilisation

Für diejenigen unter euch, die keinen Bock auf Neuseelandgeschichten haben oder Anfälle bekommen, wenn sie bei minus zehn Grad in Deutschland Worte wie "Palme", "Strand" und "Sonnenbrille" hören, werde ich alle Beiträge, die sich mit den Inseln beschäftigen, mit "NZ" kennzeichnen. Fangen wir also direkt mal an, auch wenn der erste Beitrag noch in der Luft spielt.

Es hat mich ereilt

Nein, ich rede weder von Ebola, noch vom Erwachsenwerden. Beides ist bisher an mir vorbei gegangen. Aber zum ersten Mal seit Beginn dieser Seite stehen die Zeichen auf Urlaub. Morgen früh geht es hierher, was natürlich
a) totalen Nerd-Urlaub und
b) längere Phasen der Kontaktlosigkeit mit dem Rest der Welt
bedeutet.
Wahrscheinlich wird es ein paar Updates geben, wann und in welcher Form hängt vom Internet auf der anderen Seite der Erde ab. Tragisch ist nur, dass ich den zweiten Teil des Doctor-Who-Finales erst nach meiner Rückkehr sehen werde. Ganz schlechtes Timing...
Euch allen einen guten Rutsch. Wir hören und sehen uns auf der anderen Seite!

Meine Top-Ten-Filme des Jahres 2009

Als letzten Beitrag vor Weihnachten möchte ich mich all denen anschließen, die das Internet mit den Top- und Floplisten dieses Jahres zuspammen. Ganz ohne Kommentare und Begründungen, aber zumindest geordnet, hier meine Lieblingsfilme 2009:

Avatar

Die Werbekampagne zu Avatar ist wahrscheinlich nicht an euch vorbei gegangen - außer ihr wart seit einem Jahr nicht mehr im Internet und/oder in der Öffentlichkeit. Also wisst ihr wohl auch, worum es in dem Film geht. Hier ist trotzdem die Kurzfassung: Der mit dem Wolf tanzt auf einem anderen Planeten. Innovativ ist das sicherlich nicht, aber wer von Avatar tiefschürfende Dialoge und komplexe Themen erwartet, sitzt im falschen Film. Wenn man jedoch auf die geilsten Bilder hofft, die das menschliche Auge je im Kino gesehen hat, wird man garantiert nicht enttäuscht.

Morgan Freemans Hierarchie

Auf diesem Foto sieht man sehr schön, dass Morgan Freeman nicht nur die Welt regiert, sondern auch sich selbst. Und ja, mir ist gerade echt langweilig.

Noch nicht in Weihnachtsstimmung?

Da kann wohl nur das A-Team helfen. Ich habe keine Ahnung, wie dieses Bild entstanden ist, aber vom Grad der Surrealität ist es irgendwo zwischen dem hier und diesem angesiedelt. Oder um das Ganze abzukürzen: wtf?

Paranormal Activity

Ganz ehrlich: auf diesen Film habe ich mich diesen Herbst am meisten gefreut. Subjektive Wackelkamera, ein Trailer, der an The Ring und Blair Witch Project erinnerte und euphorische Kritiken von ersten Festivalaufführungen. Doch Paranormal Activity hat mich trotzdem enttäuscht, wenn auch nur ein bisschen.

Verschreiber des Tages

Ich arbeite gerade an einem Roman, der im Mittelalter zur Zeit des Kinderkreuzzugs spielt. Naiverweise dachte ich, mein Gehirn habe das erkannt und würde während des Schreibens alle Informationen, die sich auf das 21. Jahrhundert beziehen, ausblenden. Gestern Abend aber wollte ich die Kleidung einer Frau beschreiben, die unter anderem eine mittelalterliche, Gugel genannte Kopfbedeckung trug. Hier ist das Ergebnis: "Sie trug eine dunkle Google..."
Ich kann verstehen, wenn mein Lektor jetzt Angst bekommt.

Geht euch Twilight auch so auf den Geist?

Wenn ja, dann werdet ihr dieses Video genießen. Da verarscht jemand Twilight-Fans live auf der Bühne - vor Twilight-Fans. Das Ergebnis ist unerwartet.

Mal was ganz anderes

Ich war heute in Frankfurt am Main, warum erzähle ich euch in den nächsten Tagen. Es hatte etwas mit Star Trek zu tun und einem bestimmten Spiel, aber darum geht es nicht. Vielmehr möchte ich eine Lanze für eine oft gescholtene Stadt brechen, auch wenn ich das Bild nie so recht verstanden habe. Wieso symbolisiert eine kaputte Lanze etwas Gutes, wenn man mit einer nicht zerbrochenen Lanze so viel mehr erreichen könnte, zum Beispiel, die Zombies vor der Haustür abwehren und so? Aber egal, kommen wir zum Punkt. Mit mir saßen heute morgen in der Straßenbahn zwei alte Leute. Alt, im Sinne von: die haben den Mayas beim Kalender geholfen, so sahen die zumindest aus. Die Haltestelle, an der sie aussteigen wollen, wird angesagt, die beiden fangen an, sich aus den Sitzen zu kämpfen, und der Straßenbahnfahrer sagt über Lautsprecher: "An die beiden älteren Herrschaften, bitte warten Sie, bis ich hinter komme. Ich helfe Ihnen beim Aussteigen". Und das tat er dann auch, sehr freundlich und ohne Hektik. Habe ich noch nie erlebt, also Kudos an den Fahrer der Linie 11, die um 10:35 am Börner Platz war. Lesen wird er das wahrscheinlich nicht, aber cool war die Aktion trotzdem.