Sowas dreht man heute nicht mehr

Ob das gut oder schlecht ist, müsst ihr selbst entscheiden. Das könnt ihr jenseits der Startseite, wo ihr den Trailer zu einem französischen Billighorrorfilm aus den Siebzigern namens Les Raisins de la Mort findet, was übrigens nicht, wie ich dachte, Rosinen des Todes heißt, sondern Trauben des Todes. Nicht, dass der Film dadurch besser oder weniger absurd würde. Aber überzeugt euch selbst.


Rosinen des Todes

Wie lustig, den hat mir eine Freundin mal vor Jahren geschenkt, allerdings unter dem Titel "Pesticide". War aber auch damals schon angetan von der Szene am Anfang, als die Protagonistin feststellt, dass sie mit dem verrückten Killer und der Leiche ihrer Mitreisenden im ganzen Zug allein ist. Quo vadis, SNCF?

Weintrauben des Todes

Liebe Claudia,
wenn mich nicht alles täuscht, müsste die korrekte Übersetzung eher "Weintrauben des Todes" heißen, was dem Titel einen weitaus zivilisationskritischeren Touch verleiht, denn der Titel erklärt bereits, dass hier die vom Menschen manipulierte Natur - und die Weintraube ist ja vom Menschen in ihrer Form erschaffen - zurückschlägt. Dies ist ein französischer Film der 70-er, also ist er wichtig und nicht, wie vergleichbarer Hollywoodschund, eben nur das: Schund.

Zur weiteren Information: In den deutschen Kinos lief "Les Raisins de la Mort" unter dem subtilen Titel "Foltermühle der gefangenen Frauen".

Ich hoffe, ich konnte zur Bildung beitragen!

Brot und Wein

grafkoks, ich verneige mich vor deinem Wissen. "Foltermühle der gefangnenen Frauen" ist natürlich ein viel geilerer Titel als "Les Raisins de la Mort" und setzt gleichzeitig die schöne Tradition der Inhaltsänderung bei deutschen Versionen fort. Im Original geht's um Wein, in Deutschland natürlich um Brot. :)